Die Herausforderung der CSRD-Berichterstattung: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

Die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) bringt sowohl neue Anforderungen als auch erhebliche Herausforderungen mit sich. Aktuell beschäftigt das Thema viele Konferenzen und Fachdebatten, nicht zuletzt auch wegen des am 24. Juli 2024 veröffentlichte Gesetzentwurf der Bundesregierung zur nationalen Umsetzung dieser EU-Richtlinie. In den kommenden Wochen werden damit einhergehende Fragen verstärkt auf den Agenden von Veranstaltungen auftauchen.

Der Need for Action: ESG-Themen in den Unternehmen

Egal, ob Industrie, Dienstleistung oder Handel – jede Branche hat ihre ganz eigenen ESG-Themen (Environmental, Social, Governance). Doch die Realität zeigt, dass viele deutsche Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre ESG-Auswirkungen präzise zu erfassen. Diverse Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Unternehmen sich nicht ausreichend auf die neuen Berichterstattungspflichten vorbereitet fühlt. Besonders die Finanzabteilungen sind gefordert, da sie künftig eine zentrale Rolle in der Koordination der erforderlichen Daten übernehmen müssen.

ESG-Themen müssen nicht nur von spezialisierten Abteilungen behandelt werden. Alle Geschäftsbereiche – von Einkauf, Personal und Compliance bis hin zu Produktion und Verkauf – sind in den Prozess involviert. Letztlich wird das gebündelte Wissen und die relevanten Daten bei den Finanzverantwortlichen zusammenlaufen. Zudem ist es wichtig, das Prüfsiegel der Wirtschaftsprüfer für die Berichterstattung zu erlangen.

Auftrieb durch proaktive Maßnahmen

Warten ist keine Option! Die deutsche Wirtschaft steht derzeit vor einer Vielzahl an Herausforderungen: Von konjunkturellen Rückgängen, steigenden Energiekosten, Zinsanstiegen und Fachkräftemangel bis hin zu geopolitischen Unsicherheiten und extremen Wetterereignissen, die die globalen Lieferketten belasten. Inmitten dieser Unsicherheiten müssen Unternehmen gleichzeitig die möglicherweise größte Transformation ihrer Geschichte meistern – den Wechsel hin zu einem klimaneutralen Wirtschaften. Da erscheint die CSRD oft wie zusätzliche Bürokratie, und viele Entscheidungsträger zögern, sich intensiv mit den neuen Anforderungen auseinanderzusetzen.

Dennoch bleibt die Zeit nicht stehen. Die Unternehmen müssen umgehend mit der Datensammlung und der Einrichtung der erforderlichen Kommunikationsprozesse beginnen. Diesen Aufwand gilt es nicht zu unterschätzen. Wer frühzeitig startet, hat die Möglichkeit, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen („ESG-Awareness“) zu schaffen, Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Routinen zu entwickeln. Gleichzeitig können Schwachstellen und Informationslücken identifiziert und beseitigt werden. Es ist besser, diesen Prozess in einer Testphase durchzuführen, als im Ernstfall zu entblößen, dass die benötigten Daten noch nicht vorliegen.

Digitalisierung als Schlüssel: Excel-Tabellen sind nicht genug

Die Herausforderung der Datenverarbeitung für die CSRD-Berichterstattung wird von vielen mittelständischen Unternehmen als besonders groß wahrgenommen. Eine gemeinsame Umfrage von PwC und dem Institut für Management und Innovation der Hochschule Ludwigshafen zeigt, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, die erforderlichen Daten zu erfassen und zu verarbeiten, besonders im Hinblick auf die Einhaltung der zwölf European Sustainability Reporting Standards (ESRS).

Wachsende Datenmengen bringen eine Vielzahl neuer Datentypen und -formate mit sich. Oft stoßen traditionelle Methoden wie Excel-Tabellen an ihre Grenzen. Unternehmen, die mit mehreren Produktkategorien oder Geschäftsmodellen arbeiten, stehen vor einem Komplettpaket aus Berichtspflichten, die alle sektorspezifischen ESRS und Offenlegungspflichten berücksichtigen müssen.

Digitale Tools zur Datensammlung und -verarbeitung werden hier zur Notwendigkeit. Dies gilt nicht nur für komplexe Unternehmen, sondern auch für kleinere Betriebe, bei denen sich Investitionen in Digitalisierung ebenfalls rentieren können. Maßgeschneiderte Softwarelösungen ermöglichen es, Nachhaltigkeitsinformationen in Echtzeit zu erfassen und einfach zu veröffentlichen. So können Unternehmen schnell auf Veränderungen in der Lieferkette oder am Markt reagieren und den Aufwand für die CSRD-Berichterstattung langfristig minimieren, da die Berichte automatisiert generiert werden können.

Der Dreh- und Angelpunkt: Doppelte Wesentlichkeit

Die Anforderungen der CSRD setzen eine gründliche Wesentlichkeitsanalyse voraus. Unternehmen müssen aufzeigen, wie Nachhaltigkeitsfaktoren ihren finanziellen Erfolg beeinflussen, sowie dokumentieren, welchen Einfluss ihre Geschäftstätigkeiten auf Umwelt, Klima und Menschenrechte haben. Diese „doppelte Wesentlichkeit“ garantiert, dass alle wichtigen Nachhaltigkeitsthemen umfassend betrachtet werden.

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Falls Sie vertiefende Informationen oder Unterstützung im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung suchen, steht Ihnen Heike Kramer, Business Relationship Managerin, gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie sie unter heike.kramerno spam@caseware.net.

Aktuelles Whitepaper

Wir laden Sie ein, unser Whitepaper "Nachhaltigkeitsberichte werden Pflicht – Warum Unternehmen bereits jetzt handeln müssen" zu lesen. Es ist ein umfassender Leitfaden zu den Herausforderungen und Möglichkeiten, die mit der CSRD-Berichterstattung verbunden sind. Das komplette Whitepaper können Sie hier herunterladen: https://www.caseware.net/esg-playbook/

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden – lassen Sie uns gemeinsam die Richtung für eine nachhaltige Zukunft vorbereiten!